Weitere ErwÀhnungen des Gutes Keudelstein
in der Fach- und Heimatliteratur

Zitat 1

„Da die Herren von Keudell und von Hanstein seit 1420 von Mainz mit 400 Acker Land, die Meierei, einem Hof unter dem Kirchiber und zwei weitere Höfe belehnt wurden, lag das untere Gericht meistens in den HĂ€nden dieser Junker, die ĂŒber ihre Hörigen und Leibeigenen selbst zu Gericht saßen. Auf diese Mainzer Lehen sind die Orts- und Flurnamen wie Keudelsgasse, Herrengasse, Goldgasse und Hanstein zurĂŒckzufĂŒhren.“

„08.11.1945
Ebenso fielen die beiden GĂŒter „Keudelstein“ und „Kloster Zella“ unter die Bodenreform. Auf dem Keudelstein zogen Neubauern ein.“

Quelle: „Seht, was aus uns geworden“ – Chronik „30 Jahre Lengenfeld unterm Stein“ von Walther Fuchs

Zitat 2

„Konrad Martin: Bei seinen Firmungsreisen in den Jahren 1857, 1859, 1863, 1865, 1868, 1869 und 1873 auf das Eichsfeld versĂ€umte er es nie, Geismar, Lengenfeld und dem HĂŒlfensberg einen Besuch abzustatten. So weihte er am 9. Oktober auf dem Keudelstein, der außer der Meierei in Lengenfeld u./Stein im Besitz der Familie Martin war, eine ‚Stubenkapelle’, um bei spĂ€teren Besuchen bei den Verwandten dort tĂ€glich eine heilige Messe zu lesen.“

„Die Prozession der Lengenfelder Pilger zum HĂŒlfensberg fĂŒhrte noch bis zum Jahre 1952 am Keudelstein vorbei.“

Quelle: Kirchenchronik von Lengenfeld unterm Stein von Walther Fuchs

Zitat 3

„Eine alte Heeresstraße fĂŒhrt ĂŒber Wanfried, Keudelsstein, Lengenfeld nach Eigenrieden und weiter nach MĂŒhlhausen. DafĂŒr hat das Dorf die verschiedenartigen Schrecknisse der Kriege im Laufe der Jahrhunderte mitfĂŒhlen mĂŒssen.“

Quelle: Schulchronik von Lengenfeld unterm Stein

Zitat 4

„Ende Oktober 1813 beabsichtigten Kosaken an einem finsteren Abend einen Ritt von Lengenfeld nach Wanfried. In dem WĂ€ldchen „im Schlage“, ungefĂ€hr 1 000 Schritt vor dem Keudelstein, ergriff aber plötzlich der mitgenommene FĂŒhrer, der die Laterne trug, die Flucht. Die feindlichen Soldaten irrten nun umher, bemerkten aber endlich ein Licht und kamen nach vieler Anstengung ĂŒber LĂ€nder, Wiesen, SĂŒmpfe und BĂ€che in die EntenmĂŒhle, woselbst sie nach vielem LĂ€rmen, Toben und Fluchen durch Wuttki und Kabuster (Schnaps und Sauerkraut) wieder zur Ruhe gebracht wurden. So entging der Keudelstein an diesem Abend einem feindlichen Überfalle.“ (!!)

„1594 wurde in den Grenzstreitigkeiten zwischen dem Bischofsteine und denen von Keudel von den in Lengenfeld noch lebenden WeingĂ€rtnern gesprochen.“

Quelle: Chronik der Gemeinde Lengenfeld unterm Stein von Anton Fick

Zitat 5

„Keudelstein: Provinz Sachsen, Kreis Heiligenstadt
Ansehnliches Herrenhaus (von Keudell) aus 16. und 17. Jahrhundert, Anlage im Winkelhaken, steinernes Erdgeschoss, 2 Obergeschosse in Fachwerk. Schöner Renss. Turm, Kamin 1671, gemalte Zimmerdecken.“

Quelle: Handbuch der deutschen KunstdenkmĂ€ler, Band 1 – Mitteldeutschland, 1915

Zitat 6

"Pachtvertrag zwischen dem Herrn von Keudelstein und dem Wundarzt und PÀchter Carl Löffler. Cassel d. 19. Jan. 1810. Franz. u. deutscher Text. Hdschr.
Herrn Edward Habich:
Collection Edward Habich. Cassel 1892. [Katalog der GemÀldesammlung des Genannten.]"

Quelle: www.vhghessen.de/mhg/1892/1892_01_140.htm

Zitat 7

„Keudel Stein 1862
Im Jahre 1862 den 9. Oktober ist auf dem Keudel Stein vom Bischof Martin aus Lengenfeld die Stubenkapelle eingeweiht worden, um da „Heilige Messe“ zu lesen.“"

Quelle: Tagebuch des Lengenfelder Bauern und Ziegeleibesitzers Joseph Hahn (EintrÀge: 1832-1881)

Zitat 8

"Gemeinde: Keudelstein, Gutsbezirk
Einwohner: 48 (01.12.1910)"

Quelle: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 (- Königreich Preußen - Provinz Sachsen
Regierungsbezirk Erfurt, Landkreis Heiligenstadt)

Zitat 9

„Das noch bewohnbare Schloss Keudelstein unter der Keudelskuppe wurde abgerissen, wie erzĂ€hlt wurde, weil durch seine Lage die Zonenflucht begĂŒnstigt wurde. Zwei Figuren vom barocken Eingangsportal stehen jetzt bei der AltstĂ€dter Marienkirche.“

Quelle: „Eichfeld, Historie, Heimat“, Ruth-Gerig-Verlag

Zitat 10

„Im Jahre 1978 gab die GrenztruppenfĂŒhrung Befehl zum vollstĂ€ndigen Abriss, weil befĂŒrchtet wurde, dass in den Resten RepublikflĂŒchtlinge Unterschlupf finden könnten.“

Quelle: Text auf www.ebay.de bei der Auktion einer Postkarte vom Gut Keudelstein.

Zitat 11

„Am 17. August fuhren etwa 60 Mitglieder und GĂ€ste um 704 Uhr vormittags nach Geismar und wanderten durch ein schönes Waldtal hinauf zum Gut Keudellstein, wo noch einige weitere Mitglieder zu Wagen eintrafen. Herr Landrat von Keudell zeigte den Teilnehmern das alte, mit einem interessanten Portal geschmĂŒckte und an den SaaltĂŒren wertvolle Einlegearbeit aufweisende Herrenhaus, fĂŒhrte sie durch die neuerbauten Stallungen und sodann durch den Wald1 hinauf zur Keudellkuppe mit schöner Aussicht ins Werratal. Bei den hier an den Grundmauern der alten Burg vorgenommenen Nachgrabungen fand man einige mittelalterliche Scherben von auffallender Form. Nach dem Abstiege bewirtete Herr von Keudell die Teilnehmer am Waldesrande mit einem krĂ€ftigen FrĂŒhstĂŒck.

1) Den Naturkundigen fielen einige schöne, wildwachsende Eiben auf.“

Quelle: Mitteilungen an die Mitglieder des Vereins fĂŒr hessische Geschichte und Landeskunde, Jahrgang 1907/8, Kassel. Druck von L. Döll (Gebr. Schönhoven)
1908

Zitat 12

„Nach dem EinkĂŒnfteverzeichnis von 1380 (Mainzer Regesten 1,1 Nr. 1955) besaß Kurmainz schon in Hildebrandshausen einen Hof. Das Gut mit dem Untergericht hatten die von Keudel, deren Stammgut der Keudelstein war. 1580 erhielt Barlt von Keudel auch die peinliche Gerichtbarkeit zur HĂ€lfte. Das Keudelsche Gericht hat scheinbar auch einen Sitz in Hildebrandshausen gehabt. Nach dem Jurisdiktionalbuch des Amtes Bischofstein war Hildebrandshausen ein neu erbautes Dorf und vorher bis ins 16. Jahrhundert eine WĂŒstung gewesen. Im DreißigjĂ€hrigen Kriege hatte es viel zu leiden, dass die Zahl der HerdstĂ€tten von 52 auf etwa 28 zurĂŒckging (Unser Eichsfeld, 6, 211.). Als der letzte Herr von Keudel „Wallrab“ starb, wurden 1792 Gut und Gericht als erledigte Lehen von Mainz zurĂŒckgenommen. Seit der Franzosenzeit ging das Gut durch mehrere HĂ€nde. 1839 wurde ein großer Teil der LĂ€ndereien und Waldungen (das Junkerholz) an die Gemeinde Hildebrandshausen verkauft. Das „Junkerhaus“ wurde 1869 zur Pfarrei eingerichtet. 1384 wird ein Hans von Keudel genannt, welcher den Beinamen „FĂŒllekopf“ fĂŒhrte. So besteht die Möglichkeit, dass mit der Zeit daraus „HildebrandshĂ€user FĂŒllenbĂ€ine“ entstanden ist.“

Quelle: Unser Nachbardorf Hildebrandshausen von Lambert Rummel, in: „Lengenfelder Echo“, Nr. 3, 1959.

Zitat 13

„AusflĂŒge in die nĂ€chste Umgebung des HĂŒlfensberges:
HĂŒlfensberg, Abstieg ĂŒber Döringsdorf nach Rittergut Keudelstein (prima Buttermilch zur StĂ€rkung), Aufstieg zur Keudelskuppe, Plesse, Abstieg nach Wanfried (3. Std). Heimweg zu Fuß ĂŒber Döringsdorf nach Bahnhof Geismar 1 Âœ Std. Bahnfahrt fĂŒr ermattete FußgĂ€nger von Wanfried ĂŒber Schwebda nach Heiligenstadt, bez. Geismar-Leinefelde.“

Quelle: Der HĂŒlfensberg – die StĂ€tte großer geschichtlicher Vergangenheit und landschaftlicher Schönheit. Ein Heimatbuch fĂŒrs Eichsfeld und die benachbarten Gebiete insbesondere fĂŒr Waller und AusflĂŒgler sowie fĂŒr den Schulgebraucht. Mit reichem Bildschmuck versehen. Herausgegeben von Hermann Röhrig.

Zitat 14

"Nach A. Höppner kamen die Keudel aus dem Ulfetal. Das Stammgut des hessischen Zweiges liegt in Schwebda bei Eschwege; das der eichsfeldischen Linie ist der Keudelstein bei Döringsdorf an der sĂŒdeichsfeldisch - hessischen Grenze. Das Keudelsche Wappen zeigt einen Querbalken, auf dessen beiden Enden je 5 Linien (Spitzen, EberzĂ€hne ?) aufrecht stehen. 1414 haben die Keudel eine Eselskopf im Siegel (O. Posse, Bd. IV). Wie A. Höppner, Germaramark S. 70 berichtet, fĂŒhrten sie als Helmzier einen Hut, das Zeichen"

"Die Proysen waren Burgmannen zu Treffurt, Wanfried und auf Bischofstein. 1306 waren Eckhardt und Apel von Proyse Burgmannen zu Wanfried mit 1/8 Anteil. Die Proysen werden in einer Urkunde vom Jahre 1429 als ein alteingesessenes angesehenes Adelsgeschlecht bezeichnet, das neben dem Wanfrieder Burglehen daselbst noch ein freies Vorwerk besaß und umfangreiche Besitzungen in Bebendorf und Döringsdorf hatte. Das Vorwerk musste im Jahre 1409 an die von Keudel abgetreten werden. Seitdem fĂŒhrt der zum Vorwerke gehörige große Hof den Namen Keudels Schloss. Zu den GutgebĂ€uden gehörte noch der spĂ€tere Gasthof zur Krone und der Ökonomiehof des Landwirts Joseph Kremmer."

Quelle: Schloss Bischofstein im Eichsfelde, I. Teil bis zum Jahre 1360.
von Anton Fick, im Selbstverlag des Verfassers. Josefs-Druckerei, Bigge: 1960.

Zitat 15

"An Stelle des Keudelsteins lag die WĂŒstung Kupsdorf. Bernd von Keudel baute 1552 auf die wĂŒste StĂ€tte den Keudelstein (Wolf II. 7). 1791 Starb mit Walrab von Keudel das Geschlecht aus, und Mainz zog den Keudelstein nebst dem Keudelschen Allodialgut zu Hildebrandshausen als erledigte Lehen ein und vereinigte das Keudelsche Gericht zu Hildebrandshausen mit dem des Vogtes in Bischoffstein. Am Keudelsteiner Gehölt kam es im 30-jĂ€hrigen Kriege zu einem kleinen ScharmĂŒtzel zwischen den Wanfriedern und dem marodierenden Leutnant Hans Heß, woran sich mehrere RaubĂŒberfĂ€lle knĂŒpften, bei denen der Lengenfelder HagemĂŒller dem Wanfrieder Magistrat Kundschafterdienste leistete."

"Der Besitzer des Keudelsteines vor 80 Jahren, L’ Estoque (Löschstock) vertrank hier und verspielte wie der Rodensteiner fast sein ganzes Gut mitsamt der Plesse."

Quelle: Amt Bischofstein – SĂŒdeichsfelder Land und Leute, von Aloys Höppner, Druck und Verlag von Carl Braun, Wanfried a. W.: 1924.

Zitat 16

"1665 Junker Heinrich von Keudell zu Schwebda vermacht der Stadt Wanfried ein Legat von 50 Taler fĂŒr die Armen."

"1722 Schon mehrere Jahre hindurch bestand ein Streit zwischen der Stadt und den GebrĂŒdern von Keudell auf Rittergut Keudelstein, wegen der Hutegerechtsame sowie der Grenzen im Kalkhof und DedingsbĂŒhl. Die Stadt nahm, als in diesem Jahre wieder eine Grenzverlegung vorlag, „denen von Keudell etzliche Schade weg“ und ließ diese, da die Herren sich weigerten die selbst gesetzte Strafe zu zahlen, verkaufen. „Die von Keudell legten sich nunmehr auf die Lauer und nahmen am 30 October einen Knecht des Bernhard Dölle gefangen und fĂŒhrten ihn auf den Keudelstein.“ Durch Vermittelung des hiesigen sowie des Amtmanns vom Bischofstein wurde jedoch die Angelegenheit friedlich geschlichtet. Der Knecht wurde wieder freigelassen und ein Krieg, zu dem seitens der BĂŒrgerschaft schon alle Vorbereitungen getroffen waren, zwischen Wanfried und Keudelstein verhindert."

Quelle: Chronik der Stadt Wanfried, von Reinhold Strauß. Druck und Verlag von Carl Braun, Wanfried: 1908.

Zitat 17

„Hervorragend ist jetzt noch der staatlichen Edelsitze und GutshĂ€user Unter- und Oberstein aus den Jahren 1344 bezw. 1582, Werleshausen 1565, Martinfeld 1580, Keudelstein 1669, das Amtshaus in Worbis 1608, die GutshĂ€user zu HĂŒpstedt, RĂŒdigershagen, Deuna, Vollenborn u.a.m.

Gerade an diesen einen so lebensvollen Eindruck gewĂ€hrenden FachwerkhĂ€usern können wir die Geschichte der Bauweise verfolgen, wie sie sich aus den mittelalterlichen Formgebungen stufenweise zu den reizvollen Bildungen der Renaissance entfaltete. Es sind dieses stumme Zeugen der Pflege kĂŒnstlerischen Schaffens und der WertschĂ€tzung des Schönen in den verflossenen Jahrhunderten. Die FlĂ€chen des Holzes und der Gefache haben als Massen zueinander ein VerhĂ€ltnis, tragen und bereichern sich gegenseitig. Das konstruktive Element dominiert.“

Andreaskreug am Keudelstein „Als BrĂŒstungsausfĂŒllung dient auch wohl das Andreaskreuz mit gebogenen EckstĂŒcken (Abb. 3). Den Ă€sthetisch einwandfreien Eindruck dieses Motivs kann man nicht behaupten. In ihm spiegelt sich bereits der Niedergang der Fachwerkliteratur wider.“

„Döringsdorf, Mainzer Lehen der von Weberstedt im 14. Jahrhundert und danach der Ritter von Keudel (de Koidel, Keydell) im Bereich der Burg Stein“

Quelle: Das Eichsfelder Fachwerkhaus der spĂ€teren Zeit in seiner Ă€ußeren Konstruktion und Form von Karl Paul Haendly, in: Unser Eichsfeld 1922.

Zitat 18

Gut Keudelstein - Ansicht auf der WĂŒstungskarte„Im 14. Jahrhundert gehören Döringsdorf mit Zubehör, StiftungsgĂŒter (Höfe) in Hildebrandshausen, Geismar (ObermĂŒhle), Kubsdorf (spĂ€ter Keudelstein) mit Plesse zum Erzbistum Mainz.“

„1251 ist Gottschalk von Plesse aus altem Wanfridaer Geschlecht mit der Burg Stein belehnt. Seine Besitzungen liegen grĂ¶ĂŸtenteils im Wanfrieder Gebiet (Wald, Gut Plesse, der Mittelberg beim Gut Kalkhof). Die Keudelskuppe auf dem Höhenzug Plesse wird von Gottschalk bis 1259 befestigt. Aus dieser Zeit stammt der bekannte Name ‚Plesse’.“

„Bei Döringsdorf liegt die frĂ€nkische Siedlung Kubsdorf (Kuwelsdorf, Kywobsdorf), spĂ€ter Keudelstein genannt. Die Geschichte Döringsdorfs ist durch viele Jahrhunderte mit dem Mainzer Lehnsgut Kubsdorf verbunden gewesen. Im 14. Jahrhundert ist hier der Lehnssitz der Herren von Keudel, die ein Zweig des hessischen Adels der Keudel im Werratal sind. Kubsdorf und das dicht bei Hildebrandshausen gelegene Wintersdorf (alte Orts- und FlurwĂŒstung) gehören mit Döringsdorf, Bebendorf, Bartdorf/Bartloff und dem altgeismarschen Weiler Pulkendorf im Töp' ferschen Feld zu einer kleinen frĂ€nkischen „dorf"-Gruppe um den HĂŒlfensberg. Diese kleinen Siedlungen sind im Licht und Schatten Mainzer LehnstrĂ€ger der Ritter Ershausen, von Hanstein und von Koidel (Koydel, Keydell, Keudel), aufgewachsen. Die Keudelschen Ritter mit ihren BurgmĂ€nnern auf der Burg Stein hatten Besitzungen in Döringsdorf, Bebendorf, Geismar und Lengenfeld. Um 1350 steht unter der Keudelskuppe im Weiler Kubsdorf ein befestigter Hof der von Keudel, Reinhard Keudel und Appiln Keudel werden 1341 und 1381 urkundlich genannt. In Schwebdaer Lehnsbriefen taucht Kubsdorf als ein Mainzer Lehnsgut um 1398, 1421, 1433 und 1440 auf. Die Herren von Keudel erbauen um 1580 hier einen Rittersitz, ein Herrenhaus, das romantisch in der prĂ€chtigen Landschaft lag.“

„Die kleine frĂ€nkische Siedlung Wintersdorf in der NĂ€he war ebenfalls ein alter Weiler mit viel Waldluft. Man hat den Namen der alten WĂŒstung auf die Wenden (Winden) zurĂŒckgefĂŒhrt. Hier sind wir auf den Spuren slawischer Siedler der Windischen Mark, die wir auch in anderen Gegenden ThĂŒringens finden. Der Name ist spĂ€ter in Wintersdorf umgedeutet worden. Dicht beim ehemaligen Weiler liegt Hildebrandshausen, der „hausen"-Ort aus frĂ€nkischer Zeit mit einer Urzelle = „Haus Hildebrand". SpĂ€ter war der Ort ein Mannlehen der von Keudel in Kubsdorf. Im Ort lag frĂŒher ein Keudelhof. Die alten HildebrandshĂ€user haben im Keudelschen Gerichtsdorf bis 1792 (Aussterben dieses keudelschen Zweiges) Frondienste geleistet. Das nun erledigte Lehen fiel an Mainz zurĂŒck. Hildebrandshausen wurde wie seine Nachbardörfer ein Mainzer Dorf im Amt Bischofstein.“

„Der Keudelsteiner Hof - vor 1800 ein landtagsfĂ€higes Rittergut - ging nach der SĂ€kularisation (1803) durch verschiedene HĂ€nde. Erster Besitzer des Gutshofes war Rittmeister L'Estoque. Zum Hof gehörten damals eine SchĂ€ferei und Ziegelei. L'Estoque hat um 1836 das Keudelhaus in Hildebrandshausen und die halbe Plesse an die Gemeinde Hildebrandshausen verkauft.“

„Bischof Dr. Konrad Martin weihte 1869 anlĂ€sslich des Sterbefalles seines Bruders Christoph, der 1860 den Keudelstein erworben hat, 1869 dort verstorben ist und auf dem HĂŒlfensberg beerdigt worden ist, die neue Dorfkirche in Hildebrandshausen.“

„Der Keudelstein war von 1860-1899 im Besitz der aus Geismar stammenden alten Bauernfamilien Martin, die seit 1816 den ererbten Lengenfelder Meierhof (Meierei) bewirtschafteten. Christoph Martin und Sohn Konrad haben den Hof auf dem Keudelstein tatkrĂ€ftig verwaltet (1860-99). Danach wurde der Keudelstein wieder Besitz der von Keudel. Der Landrat zu Eschwege von Keudel erwarb um 1900 den Hof seiner Ahnen. SpĂ€ter ist der Keudelstein an die Firma Henschel (Kassel) ĂŒbergegangen. Der Hof wird seit 1945 von der LPG (Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft) bewirtschaftet. Das alte Herrenhaus wurde inzwischen abgerissen.“

Quelle: Eichsfelder Heimatstimmen, Heft 9 (September) 1982.

Zitat 19

„Auf dem Keudelstein ĂŒbernahm 1869 Konrad Martin (Neffe des Bischofs) den Hof. Er war verheiratet: in 1. Ehe mit Dorothea Döring (t 1866), Tochter des Geismarer Ökonomen Adam Döring und der Rosalia Goldmann auf dem Greifenstein, in 2. Ehe mit Victoria Koch aus Deuna, Tochter des RittergutspĂ€chters Adam Koch und Justina Rudolph. Dieser Ehe entstammen fĂŒnf Kinder, die auf dem Keudelstein geboren sind.“

„Der Bischof Konrad Martin besuchte bei seinen Firmungsreisen gern den Keudelstein, 1862 weihte er einen Saal zur Kapelle (NordflĂŒgel). Die Patres vom HĂŒlfensberg fanden im Kulturkampf hier Zuflucht. Der Großvater des Chronisten, Bauer und Schulze Caspar Heinemann in Döringsdorf (+ 1892) hat oft mit Conrad Martin auf Keudelstein verhandelt und aus der Familiengeschichte der Martin erzĂ€hlt.“

„Der Sohn des Keudelsteiner Konrad Martin - wieder ein Konrad M., geboren 1870 -war von 1900-1924 Besitzer des Martin'schen Gutshofes in Geismar. Dazu gehörte das Geburtshaus des Bischofs am Anger. Aus seiner Ehe mit Maria Goldmann (BĂŒttstedt) ist der 4. Konrad Martin hervorgegangen, der nach der RĂŒckkehr aus der Gefangenschaft den Hof der VĂ€ter verlassen musste. Die beiden auf dem Keudelstein geborenen Töchter des Konrad Margaretha und Emilie waren in KĂŒllstedt und Gerode verheiratet. Die Nachfahren der Martin, Lorenz, Gries, halten die Welt der Vater in Ehren.“

Quelle: Eichsfelder Heimatstimmen, Heft 10 (Oktober) 1982.

Zitat 20

"Rechts von Lengenfeld sehen wir den DĂŒnberg und die Keudelkuppe und aus dem davorliegenden Tale grĂŒĂŸen die Zinnen des Rittergutes Keudelstein. Unten rechts, ganz in unserer NĂ€he, schaut das Kirchlein von Döringsdorf durch die Baumkronen."

Quelle: "Auf dem HĂŒlfensberge" von P.H. Schwethelm O.F.M, Heiligenstadt: Cordier, 1929.

Zitat 21

(Unter dem Eintrag Döringsdorf)
"Zum Dorfe gehört das 1/4 Stunde nordöstlich am nördlichen Fuße der Keudlerskuppe gelegene Rittergut Keudelstein des Herrn von L'Estocq, mit 1 SchĂ€ferei und 1 Ziegelei."

Quelle: "AusfĂŒhrliche geographisch-statistisch-topographische Beschreibung des Regierungsbezirks Erfurt" von Carl August Noback, Erfurt/Leipzig: 1840.

Zitat 22

Unter die Enteignung durch die Bodenreform fielen auch der Freiherr von Fries in Kloster Zella mit 285 Hektar, der Gutsbesitzer von Keudell in Schwebda mit seinen LĂ€ndereien um Keudelstein in einer GrĂ¶ĂŸe von 17 Hektar [...].

Sicherung der Zonengrenze durch SchlagbÀume
3. Schlagbaum 150 m sĂŒdlich von Keudelstein am Feldweg durch die Renellen nach Wanfried.

Die Bittprozession, jĂ€hrlich am Mittwoch, dem dritten Tag in der Bittwoche gehalten, die von jeher ĂŒber den Rösebach, dem Schlag hinauf, am Keudelstein vorbei zum HĂŒlfensberg fĂŒhrte, aber am Schlagbaum (4) „Am SchlagdwĂ€ldchen“ vor Keudelstein kontrolliert wurde, konnte bis zum Jahre 1952 – Inkrafttreten der neuen Grenzordnung mit Sperrzone – auf diesem Wege noch gehen.

Quelle: "Die letzten Opfer des Krieges in Hildebrandshausen" von Walther Fuchs, Lengenfelder Ortchronist

Zitat 23

11x Pfirtsche Lehen Keudelstein und Hildebrandshausen im Eichsfeld (z.T. französisch). 1805-1818

EnthÀlt u.a.:
"Praeliminar-Contract" zwischen JĂ©rĂŽme Napoleon, König von Westphalen, und Johann Nepomuk von Pfirt ĂŒber die RĂŒckgabe von Pfirts Mannlehen zu Keudelstein gegen eine jĂ€hrliche Leibrente von 1800 fl. Aschaffenburg, 14. Dez. 1808
VerfĂŒgung des OberprĂ€sidenten der Provinz Sachsen, BĂŒlow, zur Anerkennung der RĂŒckgabe von Keudelstein und Hildebrandshausen (allerdings ohne Übernahme der Leibrente). Magdeburg, 2. Aug. 1816

Abschrift der Keudelsteiner Rechnungen fĂŒr die Jahre 1805-1808 und Schlußrechnung mit Beilagen fĂŒr die weitergefĂŒhrten Pensionszahlungen an Frau HauptmĂ€nnin Johanna Sophia von Keudell geb. von Haustein,

Rep. Dd Patrimonialgericht Keudelstein-Hildebrandshausen (v. Keudell, Frh. v. Pfirdt) 0,06 1774-1808"

Quelle: www.freiburg.de/servlet/PB/show/1154114/Stadtarchiv_L4.1%20Freiherren%20von%20Pfirt.pdf

Zitat 24

"Hildebrandshausen, ein frĂŒher sehr kleines Filialdorf von Lengenfeld, 18 Km. westlich von MĂŒhlhausen im Eichsfelde, welches sich im Laufe dieses Jahrh. so vergrĂ¶ĂŸert hat, dass die im J. 1713 erbaute Kapelle Behufs Erbauung einer neuen Kirche zum Abbruche verkauft worden ist. Es war bis in den Anfang des jetzigen Jahrh. im Besitz der Familie von Keudel, deren Stammsitz, der Keudelstein, nordwestlich von Hildebrandshausen im Kr. Heiligenstadt liegt, wurde dann nach dem Absterben des letzten LehnstrĂ€gers aus diesem Geschlecht von der Krone Preussen dem General von l’Estocque verliehen, dessen Erben das Gut in den 40ger Jahren theils an den Bruder des Bischofs Martin von Paderborn, theils an die Gemeinde Hildebrandshausen verkauft haben. Das „Junkerhaus“ ist zur Pfarre bestimmt."

Quelle: Buch-Fragment von 1879, in dem die Kirchen und GotteshĂ€user im "IV. Kreis MĂŒhlhausen" vorgestellt werden (Autor und Verlag unbekannt).

Zitat 25

"Nicht weit von der Höhe des HĂŒlfensberges liegt das Rittergut Keudelstein bei Döringsdorf. Es wurde 1839 aus dem Besitz des Rittmeisters L'Estocq fĂŒr fast 40 000 Thlr. durch Gutsbesitzer H. Lorenz und Christoph Martin (Bruder des Bischofs) gekauft; 1861/62 erwarb es der letztere gegen Zahlung von 24 000 Thlr. allein und gab ihm den Namen "Konradsruhe"; der Bischof hat fast jedes Jahr einmal oder öfters dort geweilt, auch eine eigene Hauskapelle eingeweiht. 1869 ĂŒbernahm es Christophs Sohn Conrad."

Quelle: "Konrad Martin, Professor und Bischof, 1812-79" von Msgre. Prof. Dr. Wilh. Liese. Paderborn 1937.

Zitat 26

"Von Wanfried aus fĂŒhrt der nĂ€chste Weg ĂŒber Bebendorf hinan zur geheiligten StĂ€tte. Wer aber mit der Zeit nicht zu knapp bemessen ist, der steige zur Plesse empor und wandele nun durch köstlichen Laubwald ĂŒber die aussichtsreiche Keudelkuppe am Gute Keudelstein vorbei, hinĂŒber. Alle Poesie deutscher Waldherrlichkeit wird ihn dort oben umfangen. In das feine Rauschen der Laubkronen mischt sich Vogelsang; hell klingen die Glocken der Wallfahrtskirche dazwischen."

Quelle: Trinius, August: Durchs Werratal: ein Wanderbuch. Leipzig: Grethlein, 1910.

Zitat 27

"Am 1. Oktober erschien denn auch in höherem Auftrage der Landrat des Kreises Heiligenstadt auf dem HĂŒlfensberge, um die Niederlassung aufzuheben. Die TĂŒren des Klosters wurden verschlossen und verriegelt und die SchlĂŒssel dem Schulzen zu Bebendorf ĂŒbergeben, weil das Kloster in der Gemarkung dieser Gemeinde liegt. Die Ordensleute begaben sich nach dem nahe gelegenen Rittergute Keudelstein, dessen Besitzer ihnen bis zu ihrer Abreise Gastrecht gewĂ€hrte. Sie wandten sich nach Holland, wo sie eine neue WirkungsstĂ€tte fanden."

"[…] Professor Dr. Martin, der regelmĂ€ĂŸig seine Sommerferien auf dem Eichsfelde verbrachte, um im Kreise seiner Lieben und in frischer Bergluft Erholung zu finden."

Quelle: Mehler, Ernst: Der Kulturkampf auf dem Eichsfelde. Duderstadt: Mecke, 1929 (Sonderausgabe der "Eichsfelder HeimatbĂŒcher").

Zitat 28

"1878 Februar 15. (Bl. 178 f.) Der Landrat berichtet an v. Patow, daß Pater Marcellus auf dem Rittergut Keudelstein bei Gutsbesitzer Martin seelsorgliche TĂ€tigkeit ausĂŒbe. Im August 1875 sei den Franziskanern auf Anordnung der Königlichen Regierung in Erfurt mitgeteilt, daß sie vom 1. Oktober des genannten Jahres sich jeder priesterlichen und seelsorgerischen TĂ€tigkeit zu enthalten hĂ€tten, also weder predigen noch Messe lesen, Beichte abnehmen oder die heiligen Sakramente verwalten dĂŒrften. Die Niederlassungen sind dann aufgelöst, und die Mitglieder derselben haben den Kreis verlassen bis auf Pater Marcellus.Es könne ihm zwar nichts nachgewiesen werden, aber es bestehe der dringende Verdacht, daß Pater Marcellus auf dem abgelegenen Keudelstein sich seelsorglich in der dortigen Kapelle betĂ€tige. »Jedenfalls aber scheint eine genĂŒgende Veranlassung vorzuliegen, dem Pater Marcellus Oldemöhle den Aufenthalt im hiesigen Kreis nunmehr zu untersagen«."

"Am 10. Januar 1876 fragte der Landrat v. Hanstein in Heiligenstadt beim Gendarmen in Ershausen an, ob sich der vormalige Bischof von Paderborn, Dr. Martin, in dortiger Gegend aufhalte. Am 21. Januar 1876 verneint dies der Gendarm. […]"

"Am 23. Juli 1879 fragte v. Hanstein beim Gendarmen Diegmann in Großtöpfer an, ob der verstorbene frĂŒhere Bischof Martin etwa in Keudelstein begraben sei. Am 31. Juli antwortete Diegmann, er sei in Paderborn beigesetzt worden. Der Gutsbesitzer Martin auf dem Keudelstein hatte auf den Kutschwagen des Bischofs Eigentumsanspruch erhoben, der von der Regierung zurĂŒckgewiesen wurde."

Quelle: Dölle, Adalbert: Der Kulturkampf und seine Auswirkungen auf dem Eichsfeld und im Fuldaer Land von 1872 bis 1887: dargestellt vornehmlich beim Obereichsfeld auf archivalischer Grundlage. Duderstadt: Mecke, 1987.

Zitat 29

"Hinsichtlich des Bautyps ist noch auf ein untergegangenes Herrenhaus, den Keudelstein zwischen Döringsdorf und Lengenfeld unterm Stein (1965 abgebrochen), hinzuweisen. Die hier wiedergegebene Fotographie ist ebenfalls vom Konservator Ludwig Bickell, Marburg gefertigt worden; von Bickell gibt es noch eine weitere Ansicht des Herrenhauses (Einzelheit). Dem Kernbereich gehört das massive Erdgeschoss mit winkelförmigem Grundriss an. An der Hofseite sitzt an der inneren Ecke ein reich gegliederter polygonaler Konsolenfuß; der massive Teil wird durch ein profiliertes Kranzgesims abgeschlossen. Das Untergeschoss, das ein schönes Renaissanceportal und einfache sowie geschweifte GewĂ€nden aufwies, dĂŒrfte im spĂ€ten 16. Jahrhundert entstanden sein. Die beiden Fachwerkgeschosse sind hingegen erst 1669 – nach Teilzerstörung im DreißigjĂ€hrigen Krieg – errichtet worden. Auch in dieser Hinsicht ist es mit dem Waldkappler Patrizierhaus zu vergleichen."

Quelle: Gerhard Seib: Eschweger GeschichtsblÀtter (Heft 4/1993, S. 63-74).

Zitat 30

In DingelstĂ€dt wurde 1830 eine Gerichtskommission des Land- und Stadtgerichts Heiligenstadt errichtet, die auch nach EinfĂŒhrung der preußischen Gerichtsverfassung 1849 als Gerichtskommission des Kreisgerichts Heiligenstadt fortgesetzt wurde. FĂŒr einige sĂŒdlich DingelstĂ€dt gelegene Orte, die bisher zum Kreisgericht MĂŒhlhausen gehört hatten, wurde 1852 die Gerichtskommission II in DingelstĂ€dt unter dem Kreisgericht Heiligenstadt errichtet. Aus beiden Gerichtskommissionen entstand schließlich 1879 das Amtsgericht DingelstĂ€dt im Landgerichtsbezirk Nordhausen. Die Gerichtsbehörde wurde 1952 aufgehoben. Ihre Aufgaben kamen an das Amtsgericht Heiligenstadt. Der Bestand wurde 1950 vom Amtsgericht DingelstĂ€dt ĂŒbernommen. Grund- und HypothekenbĂŒcher, Grund- und Hypothekenakten, nach Ortschaften in alphabetischer Folge aufgestellt.

Laufzeit: 1819-1954
Umfang: 9,2 lfm
Findmittel: Datenbank

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2-44-0629 1895 - 1906 (1914)
276
III.4 FlurbĂŒcher und GebĂ€udesteuerrollen
Flurbuch und GebÀudesteuerrolle mit AnhÀngen und die richterlich angeordnete
Übernahme von VerĂ€nderungspositionen in das Grundbuch zur Übereinstimmung mit dem
Kataster fĂŒr den Gutsbezirk Keudelstein

Keudelstein
Geismar, n. Wanfried
Rittergut

________________________________________
Martin (v. 1899-...)
von l’Estoq (v. 1839-...)
________________________________________
Handbuch der Provinz Sachsen 1839, 270
Hand-Matrikel der auf Kreis- und Landtagen vertretenen RittergĂŒter, 1857 (Seite 379)
Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche I, V, 1899, 8

Quelle: Amtsgericht DingelstÀdt

Zitat 31

Name des Gutsbezirks: Keudelstein
GrĂ¶ĂŸe in Hektaren: 296
Grundsteuer-Reinertrag in M: 4027
Name des Besitzers: A. von Keudell, Kgl. Kammerherr, Landrat des Kreises Eschwege, auf Schloß Wolfsbrunnen b. Schwebda
Name des I: PĂ€chters II. Verwalters: II Otto Gerlach

Quelle: Adressbuch Heiligenstadt, DingelstÀdt und Kreis Heiligenstadt 1911

Zitat 32

Einwohnerstatistik fĂŒr den Gutsbezirk Keudelstein im Jahre 1886:

Gesamt: 35 Einwohner
MĂ€nnlich: 19 Einwohner
Weiblich: 16 Einwohnerinnen

Quelle: HeiligenstĂ€dter Zeitung – Organ zur Veröffentlichung amtlicher Bekanntmachungen fĂŒr den Kreis Heiligenstadt (Ausgabe von Donnerstag, dem 16. September 1886)

Zitat 33

Einwohnerstatistik fĂŒr den Gutsbezirk Keudelstein im Jahre 1886:
1552 erbaute Bernd von Keudelstein den nahegelegenen schlossartigen Gutshof. Nachdem das im „Schutzstreifen“ der Zonengrenze liegende Gut schon teilweise abgerissen war, wird der Rest jetzt besorgt. Die Stallungen, ein WohngebĂ€ude und eine Kapelle, bisher Unterkunft fĂŒr das Rindvieh der LPG, wurden gerĂ€umt.

Quelle: „Eichsfelder Heimatstimmen“, Juli-Ausgabe 1967

Zitat 34

KEUDELSTEIN. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt. Schloß. Massives Untergeschoß mit Steinportal 16. Jh., Fachwerk-Obergeschoß 1671. 2 FlĂŒgel in rechtem Winkel mit Erkerturm.
Gemalte Zimmerdecken, geschnitzte TĂŒren, Kamine.

Quelle: Georg Dehio: "Handbuch der deutschen KunstdenkmĂ€ler (Band 1): Mitteldeutschland" — Berlin, 1905

Zitat 35

Name des Gutsbezirks: Keudelstein
GrĂ¶ĂŸe in Hektaren: 296
Grundsteuer-Reinertrag in M: 4027
Name des Besitzers: A. von Keudell, Kgl. Kammerherr, Landrat des Kreises Eschwege, auf Schloß Wolfsbrunnen b. Schwebda
Name des I: PĂ€chters II. Verwalters: II Otto Gerlach

Quelle: Quelle: Adressbuch der StĂ€dte Heiligenstadt und DingelstĂ€dt sowie aller ĂŒbrigen Orte des Kreises Heiligenstadt. Heiligenstadt: Brunn’sche Buchdruckerei 1911, Seite 90.